Klimakonferenz: Es geht ums Geld, nicht um die Welt

Wann hat eigentlich die letzte Klimakonferenz einen „Durchbruch“ erzielt? Wie eine Endloskette erscheinen diese Mammutveranstaltungen; als Erfolg gilt, ohne Eklat auseinander zu gehen und einen Plan zu haben für die nächste Konferenz. Nach der Konferenz ist vor der Konferenz, das Klima wandelt sich, die Konferenzen nicht. Die einzige Bewegung, die die Welt sah, wenn sie nach Warschau schaute, war der inszenierte Auszug der Angehörigen von Nichtregierungs-Organisationen. Der Kongress streikt, aber er bewegt sich nicht. Die Erkenntnis von Warschau: Es geht nicht um die Welt, es geht ums Geld.

Allen voran eilen nach wie vor die so genannten Klimaforscher, die nicht mehr nach der Rettung der Welt streben, sondern nach der Rettung der öffentlichen Zuwendungen für Institute und Projekte – und dafür bereit sind, Erkenntnisse zu verbiegen, die nicht ins Katastrophengemälde passen. Vom Nachhall dieses Alarmismus bestärkt, fordern die ärmsten Staaten Milliarden, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen – und werden in Warschau mit einigen Hundert Millionen gekauft. Wahrscheinlich Geld, das aus den Etats der Entwicklungshilfe umgewidmet wird.

Die aufstrebenden Nationen wie Indien und China und Brasilien und Indonesien wollen auf das Recht, die Welt nach dem Vorbild der USA, Deutschlands, Frankreichs und Englands auszubeuten und zu verdrecken, nicht verzichten. Und der Rest der Welt will teilhaben an jenen 100 Milliarden Euro, die ab 2020 zusätzlich zu einem halben Dutzend bereits existierender Fonds jährlich zur Verfügung stehen, um Klimaschäden zu beheben.

Aber selbst was zum Klimaschutz beitragen? Eher nicht. Die (noch) wohlhabenden Staaten dieser Welt sollen sich zunächst mal alleine um das Klima kümmern – sie haben es ja bisher auch alleine zerstört – und für die Probleme haften.

Das Bild, das diese Konferenzen vermitteln, ist das eines orientalischen Teppich-Basars. Die vom Szenario der drohenden Katastrophe profitierenden Wissenschaftler und Wirtschaftsbosse pflegen reflexhaft die abgenutzte Panikmache, um Pfründe zu sichern. Und unter den staatlichen Delegierten aus aller Welt dreht sich alles um die Frage, wer wie viel Geld auf den Tisch legt, um sich von Schuld oder Auflagen frei zu kaufen.

Die Klimakonferenzen wirken wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Ach ja – die gibt es ja auch noch. Es ist ein Wanderzirkus ohne Direktoren – die wichtigsten Politiker bleiben daheim. Ihnen hat der Beelzebub Finanzkrise den Teufel Klimawandel ausgetrieben. In Deutschland genügte zudem eine verkorkste Energiewende, um uns die Sorgen um plusminus zwei Grad restlos auszutreiben. Und das ist tragisch, wie Missernten, Unwetter und anschwellende Flüchtlingsströme beweisen.

Dilettanten und Egoisten sind dabei, das wichtigste Menschheitsprojekt zu vermasseln. Und wir wenden uns gelangweilt ab.

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