Klimawandel: Temperatur bleibt konstant, Alarmisten fiebrig

Das Wetter ist nicht das Klima, sagen die Treibhaus-Mahner, wenn es im Sommer kühl ist und der Winter frostig. Jetzt müssen die Klimaforscher erklären, warum die Temperatur seit 15 Jahren stagniert.

Wahlkampf hin oder her: Wenn in Deutschland von der Energiewende gesprochen wird, geht es nur noch um die Belastung der Geldbörsen. Nicht mehr um die Entlastung des Klimas. Gut möglich, dass der Klimawandel in den nächsten Tagen auf der Prioritätenliste noch schneller absteigt. Weil mal wieder getrickst wird: Einige Lobbyisten des Weltuntergangsszenarios wollen eine äußerst bedeutsame Nachricht aus dem offiziellen Klimabericht heraushalten oder sie im Kleingedruckten verstecken. Als sei es nicht mehr als eine winzige Ungenauigkeit, dass die Temperaturen nicht so ansteigen, wie das ihre Rechenmodelle vorhersagensondern seit anderthalb Jahrzehnten stagnieren. Vier Jahre nach dem als „Climategate“ bezeichneten Datenskandal um manipulierte Forschungsergebnisse würde eine solche Vertuschung das Thema Klimawandel vollends ins Reich der Verschwörungstheorien verbannen. Und das hat es nicht verdient.

Seit 1998 ist die Fieberkurve unseres Planeten eine waagerechte Linie. Die Prognosen steigen, die Temperatur nicht. Der Klima-Lobby in Forschung (wie dem Institut für Klimafolgenforschung und seinen Direktor Hans Joachim Schellnhuber) und (Umwelt-)Politik passt das weder in die Computermodelle noch ins Konzept. Da wird unermüdlich Feueralarm ausgelöst – aber es brennt (momentan jedenfalls) nicht.

Also richtet sich der Alarmismus auf mögliche künftige Kosten und den Preis des Nichtstuns. Erwachet! Wer spät reagiert, wird viel mehr bezahlen, um den Klimawandel und seine Folgen zu verhindern oder wenigstens zu bremsen. Man sieht ihn nicht, man spürt ihn nicht, aber irgendwann – PENG! – steht Hamburg unter Wasser. So etwas von Forschern serviert zu bekommen, ist zumindest ungewöhnlich. Der Glaube ans Jüngste Gericht gehörte bisher in ein anderes Ressort – und das ist seit Jahrtausenden zudem besser fundiert.

Von Forschern, die von der Angst vor dem Klimawandel gut leben, erwartet man, dass sie darüber streiten, ob 14 oder 18 Jahre Stillstand irgendwie mit den Prognosen in Einklang zu bringen wären, statt schleunigst jene Fehler in den Rechenmodellen zu beheben, die 15 Jahre ohne Temperaturanstieg ausblenden.

Die Aufrechten und auch im Geiste Unabhängigen sollten versuchen, diese gravierenden Fakten im Welt-Klimareport deutlich zu machen. Und mit Macht nach ihren Ursachen suchen – ergebnisoffen: Welche Rolle spielt die Fähigkeit der Meere, Wärme zu speichern? Hat die Sonne einen größeren Einfluss auf unser Klima als man ihr bisher zubilligte? Oder kann die Welt aus ganz anderen Gründen viel mehr Treibhausgase verdauen als angenommen? Es stimmt: Der Preis fürs Nichtstun kann hoch sein – aber der Preis für globale Veränderungen auf der Basis falscher Prognosen ist höher.

Diese wichtige Forschungsarbeit braucht keine fanatischen Missionare, sondern Wissenschaftler, die sich nicht auf die Katastrophe kaprizieren, um ihre Institute am Tropf öffentlicher Gelder zu fixieren – als seien sie der verlängerte Arm der Münchner Rückversicherung und ihrer Abteilung Dauer-Panik (Merke: Versicherungen leben von der Angst vor künftigen Gefahren! Die Warnung vor noch mehr Katastrophen gehört zum Geschäftsmodell.). Und wir brauchen auch im Umweltministerium Menschen, die Wahrheiten selbst dann beim Namen nennen, wenn sie ihnen nicht in den Kram passen.

Von Forschern wie Beamten erwarten wir, dass sie über den Klimawandel hinaus eine Fülle guter Argumente dafür haben, schonend mit dem umzugehen, was unser Heimatplanet zu bieten hat und zum Beispiel fossile Brennstoffe abzulösen. Obwohl. Naja. Richtig überlegt: Nachdem die Energiewende in Deutschland dazu geführt hat, dass mehr Kohle statt weniger verbrannt wird und der Ausstoß von Kohlendioxid steigt, erwarten wir das vielleicht doch eher nicht.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.