Atomausstieg – und wo steigen wir jetzt ein?

Atomausstieg perfekt“, schreibt unsere Agentur über die schnelle Meldung aus Berlin. Nun ja. Der Bundesrat hat dem Ausstieg bis 2022 zugestimmt. Aber ob das alles wirklich „perfekt“ ist, darf bezweifelt werden. Der Ausstieg ist beschlossen. Aber wo wir jetzt einsteigen, bleibt unklar.

In aller Eile (auf der Flucht vor einem Tsunami öffentlicher Meinung) hat sich zuerst die Kanzlerin gewendet, dann ihre Partei (schon widerwilliger), dann die FDP und jetzt die Bundesländer. Deutschland ist auf Ausstiegskurs, aber schon die nächste Boje ist nicht zu sehen. Ganz zu schweigen von der übernächsten …

Und die fröhlich energiegewendeten Passagiere werden nicht darüber aufgeklärt, dass sie
a) für die Passage mehr zahlen müssen als bisher vereinbart
b) mit Sturm und Seegang zu rechnen haben
c) selbst rudern sollen

Gut möglich, dass der Konsens kaputt geht, sobald die Strompreise steigen, die Klimabilanz platzt und alternative Lasten verteilt werden, oder die Bagger durch die Nachbarschaft rollen und Baugruben für Hochspannungsleitungen ausheben. Oder wenn im Winter der Strom mal länger ausfällt.

Um das alles möglichst zu vermeiden, muss noch eine Menge geregelt werden. Die eingeschränkte Zustimmung des Bundesrates schafft keine Energiewende, sondern ist lediglich der Auftrag an die Regierung, endlich tragfähige Lösungen zu erarbeiten, die den Menschen, der Umwelt und der Wirtschaft gerecht werden.

Dieser Beitrag wurde unter Ökonologie abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Atomausstieg – und wo steigen wir jetzt ein?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.