Kaffee und Kuchen – aber kein Klimawandel

Gegen den Trend: Der amerikanische Atmosphärenphysiker Fred Singer (re.) und der Mainzer Physiker Horst Borchert sagen: Es gibt keinen von Menschen verursachten Klimawandel.Wenn sich Physiker, Chemiker, Meteorologen in diesen Tagen treffen, gibt es meist nur ein Thema: Welche Beschlüsse wird der Weltklimagipfel fassen, um endlich die Erderwärmung zu bekämpfen? Die Klima-Experten, die sich am Wochenende in Mainz trafen, teilen diese Aufregung nicht. Sie sind sicher: Die Konferenz in Kopenhagen ist völlig überflüssig, es gibt keinen von Menschen verursachten Klimawandel.

Prominentester Vertreter dieser Meinung ist der amerikanische Atmosphärenphysiker Fred Singer. Der 85-jährige emeritierte Professor bereist im Vorfeld des Klimagipfels mehrere europäische Städte und warnt vor einem Erfolg der Konferenz. Hinter dem Kampf gegen CO2 stecken seiner Meinung nach keine wissenschaftlichen Beweise, sondern politische und wirtschaftliche Interessen. In Mainz traf Fred Singer auf Einladung des Physikers Horst Borchert, Lehrbeauftragter am Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität, mit gleichgesinnten deutschen Forschern zusammen.

In trauter Runde, bei Kaffee und Kuchen im kleinen Reihenhaus am Westring, servieren die Gegner der Klimaschützer ihre Erkenntnisse: Dass seit Jahrtausenden das Auf und Ab der globalen Temperatur immer mit der Sonnenaktivität im Gleichklang geschieht. Oder dass ein natürlicher Anstieg von CO2 immer erst nach dem Anstieg der Temperatur geschah.

Deshalb vertreten sie die Auffassung, dass unser Klima ausschließlich mächtigen natürlichen Schwankungen unterliegt – in erster Linie ausgelöst durch Veränderungen in der Sonnenaktivität. Die Einflüsse der vom Menschen verursachten Treibhausgase sind dagegen so gering, dass sie bis heute nicht messbar sind.

Die Emails, die vor einigen Tagen aus dem Umfeld des „Weltklimarats“ an die Öffentlichkeit gelangten, betrachten sie als Bestätigung: Kritiker werden mundtot gemacht, Daten manipuliert, bis sie in das CO2-Schreckensszenario passen. Fred Singer spricht sogar von einer „Verschwörung“.

Die deutschen Gegner der vorherrschenden Lehrmeinung haben sich im „Europäischen Institut für Klima- und Energieforschung“ (EIKE) http://www.eike-klima-energie.eu/) zusammengeschlossen. Sie bemühen sich im Vorfeld der Weltklimakonferenz, das zu verhindern, das die Mehrheit ihrer Kollegen als „Erfolg“ bezeichnen würde: Wirkungsvolle Maßnahmen gegen einen Anstieg von CO2 in der Atmosphäre.

Stattdessen sollte sich die Menschheit besser auf die natürlichen Veränderungen des Klimas vorbereiten, sagen Fred Singer und seine Mitstreiter in Mainz. Aber auch das eilt nicht: Trotz des Anstiegs von CO2 ist es in den vergangenen zehn Jahren nicht wärmer geworden, und für die nächsten zwei, drei Jahrzehnte rechnet der amerikanische Wissenschaftler eher mit einer Abkühlung.

Der 85-Jährige gebürtige Wiener wechselt im Gespräch immer wieder vom Deutschen ins Englische – aber er verliert den Faden nie. Er ist beseelt davon, der Welt die Lasten des Klimaschutzes zu ersparen. Und darüber haben wir uns unterhalten – ein Interview mit Risiken und Nebenwirkungen:

Will die Welt vor den Lasten des Klimaschutzes bewahren: Fred Singer (85).Vom Weltklimagipfel in Kopenhagen erwarten viele Menschen wirksame Entscheidungen gegen die globale Erwärmung. Was raten Sie den dort versammelten Politikern und Experten?

Sie sollen nach Hause gehen. Am besten, diese Konferenz entscheidet nichts. Denn es gibt kein Klimaproblem. Selbst wenn es tatsächlich eine von uns Menschen verursachte Erwärmung gibt – woran ich zweifle –, ist das überhaupt nicht schlimm. Ein wärmeres Klima ist besser für die Menschheit als ein kälteres. Das wissen wir aus der eigenen Geschichte: In Warmzeiten herrschte Überfluss, in Kältephasen verhungerten die Menschen.

Sie sehen keinen Zusammenhang zwischen der steigenden CO2-Belastung und dem Klimawandel?

Die vom Menschen verursachten Treibhausgase spielen allenfalls eine minimale Rolle für das Klima. Die vergangenen zehn Jahre beweisen es: Der CO2-Anteil ist deutlich angestiegen, aber es ist überhaupt nicht wärmer geworden. Ich rechne sogar damit, dass es eher kühler wird.

Aber es gelangt immer mehr CO2 in die Atmosphäre. Das muss doch einen Effekt haben.

Darüber können wir allenfalls spekulieren. Aber die Auswirkungen sind bislang so gering, dass selbst ein deutlicher Anstieg nichts ausmacht. Zurzeit können wir den Einfluss des Menschen auf unser Klima nicht einmal messen, so klein ist er. Die Schwankungen sind natürlich, ausgelöst zum Beispiel von Veränderungen der Sonnenzyklen. Die Menschen haben schon Ackerbau auf Grönland erlebt und schlimme Kältezeiten.

Kann es nicht zu spät sein, wenn der Effekt messbar ist?

Es gibt keinen Grund, sich vor mehr CO2 in der Atmosphäre zu fürchten. CO2 ist Pflanzennahrung, ein natürlicher Dünger. Ich denke, wir sollten den Chinesen dafür danken, dass sie mehr CO2 in die Luft blasen.

Die Mehrheit der Wissenschaftler teilt diese Meinung allerdings nicht.

Forschung beruht aber nicht auf Mehrheitsentscheidungen. Wissenschaftler werden ihre Meinung ändern, sobald es Beweise gibt. Beweise sind wichtig. Die fehlen uns bis heute. Wir haben lediglich eine Mehrheitsauffassung, getragen vom Klimarat der Vereinten Nationen. Und die meisten Forscher schließen sich dieser scheinbaren Autorität an.

Wann würden Sie ihre Meinung korrigieren?

Forschung erfordert grundsätzlich Offenheit; das ist eine der Grundlagen für wissenschaftliches Arbeiten. Sollte es irgendwann einmal Beweise dafür geben, dass der Treibhauseffekt tatsächlich den Vorhersagen entspricht, werde ich meine Meinung natürlich ändern. Aber bis heute sagen die Messungen genau das Gegenteil von dem, was die Prognosen erwarten.

Wie groß ist der Einfluss von Politik und wirtschaftlichen Interessen auf die Klimaforschung?
Dieser Einfluss ist gewaltig. Die Regierungen geben sehr viel Geld für Forschung aus und davon sind viele Wissenschaftler abhängig. Vor allem junge Forscher sind angewiesen auf diese Mittel, bis sie sich etabliert haben. Aber wer angibt, die Theorie des vom Menschen verursachten Klimawandels zu widerlegen, wird kein Geld bekommen. Noch mächtiger sind inzwischen die wirtschaftlichen Interessen. Überlegen Sie mal, wer alles am weltweiten Handel mit Emissionsrechten verdient. Oder wie groß das Geschäft mit der CO2-Reduktion inzwischen geworden ist.

Welchem Einfluss unterliegen Sie?

Unser Verband, der NIPCC, erhält keine Unterstützung aus der Wirtschaft. Und er ist auch unabhängig von Regierungen – was mindestens genau so wichtig ist. Wir leben von privaten Spenden, und viele unserer Mitglieder sind pensioniert und nicht angewiesen auf fremde Mittel.

Die ganze Diskussion ist verwirrend. Wem sollen wir noch glauben?

Uns natürlich. Im Ernst: Der Weltklimarat, der die ganze Diskussion beherrscht, existiert ja nur, um den von Menschen verursachten Klimawandel zu belegen. Das ist sein Auftrag. Da wird nicht nach Gegenbeweisen gesucht. Im Gegenteil. Nachdem vor einigen Tagen Tausende Emails aus Kreisen des IPCC veröffentlicht worden sind, wissen wir, dass es eine Verschwörung gibt gegen Wissenschaftler, die der vorherrschenden Meinung kritisch gegenüber stehen. Abweichende Untersuchungsergebnisse werden unterdrückt, die Veröffentlichung kritischer Arbeiten in Wissenschaftsmagazinen wird verhindert. Das alles dient dazu, ein Meinungsmonopol zu bewahren. Das ist schlecht für die Forschung insgesamt. Die Öffentlichkeit wird das Vertrauen verlieren, weil hier ganz offensichtlich manipuliert wird.

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34 Kommentare zu Kaffee und Kuchen – aber kein Klimawandel

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