Familien in der Krise: kinderlos zusammenrücken

Die Männer sorgen sich um ihren Arbeitsplatz, jeder Vierte fühlt sich von der Krise betroffen und flüchtet in den Kreis der Familie – so er sie hat. Nicht ärgern: Familie gegen die Krise. Aus der RZ - Titelgeschichte.Denn die Wiederentdeckung von „heimischer Herd = Goldes Wert“ und das Zusammenrücken führen bislang nicht zu mehr Kindern. Weil weder die Krise noch die Gaben aus der Staatskasse bislang zu größerem Kindersegen führen, geht die Familienministerin schon mal an die Verteidigung ihres dicken Budgets. Auch wenn der Nachwuchs ausbleibt, so das Argument, leben doch wenigstens die Familien auf. Vielleicht sollte Frau von der Leyen trotzdem mal schauen, ob die wirtschaftlichen Anreize ihrer Politik richtig gesetzt sind, damit die Familie (= Erwachsene und Kinder) nicht selbst in die Krise gerät. Wer ohnehin auf staatliche Transferleistungen angewiesen ist, bessert durch Kinderförderung sein Einkommen deutlich auf – ganz klar. Aber wer arbeitet und ordentlich verdient, verliert trotz staatlicher Förderung Tausende Euros, wenn sie (oder er) daheim bleiben muss – und hat das erhebliche Problem, nach der Elternzeit möglichst flexibel wieder ins Arbeitsleben einzusteigen. Der Schlüssel zu größeren Familien liegt also nicht in einer Erhöhung des Kindergeldes um 50 Euro. Nur wer die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinbekommt, fördert den Kindersegen und schafft mehr Familien, die in Krisenzeiten zusammenrücken können.

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