Schulden und Gewicht drücken oft gemeinsam

Was drückt mehr: Kilos oder Kontostand?Was wir nach eigenen Beobachtungen in den Fußgängerzonen bereits vermutet haben, wird von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bestätigt: Wer überschuldet ist, ist oft auch übergewichtig. Die Krise verursacht also nicht nur finanzielle, juristische und soziale Probleme, sondern auch gesundheitliche. Dabei haben die Forscher nicht zu dick aufgetragen: Unter denjenigen, die ihre finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können, leiden immerhin mehr als doppelt so viele unter Übergewicht wie im Bevölkerungsdurchschnitt. Und zwar nicht nur die Erwachsenen, sondern die ganze Familie. Jetzt fehlt noch eine Erkenntnis, wie es dazu kommt. Mag sein, dass Armut zum Kauf billiger, aber energiereicher Lebensmittel verführt – vom Riegel bis zum Fertiggericht. Oder zum Trost-Essen. Alternativ darf man sich auch fragen, ob Menschen, die selbst ordentlich kochen, ihren Kindern Möhren und Butterbrote mitgeben in die Schule und sich viel bewegen, seltener arbeitslos werden und in eine Schuldenfalle geraten. Aber das wäre wieder eine andere Untersuchung.

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