Die Erde aus der Mondperspektive: verletzlich

40 Jahre nach der ersten Landung von Menschen auf dem Mond – jede Menge Rückblicke, Kindheitserinnerungen werden geweckt an aufgeregte Gespräche und unglaubliche Bilder von Männern, die rumhopsten wie Figuren der Augsburger Puppenkiste („Der Adler ist los“- oder so). Und es gibt neue Verschwmondörungstheorien und natürlich die Forderung, jetzt sofort den Mars zu erobern. Beides ist Unfug: Wer einmal die Mondrakete in Florida abgeschritten hat, der ist überzeugt, dass die Flüge kein Theater waren. Und wer sich die Welt heute anschaut, der wird vorerst nicht nach einer Marsmission rufen. Aber vielleicht lässt sich eine Erdmission umsetzen? Das ist sicher auch im Sinn der Astronauten, die mit eigenen Augen gesehen haben, wie verletzlich die Erde wirkt – aus der Mondperspektive betrachtet. Wenn die Milliarden zur Rettung von Banken und Not leidenden Unternehmen wieder auf unserem Konto sind, geben wir sie ganz schnell aus: Um neue Energiequellen zu erforschen, sparsame Maschinen zu entwickeln, Häuser zu dämmen und uns gegen den Klimawandel zu wappnen. Und wenn wir dieses Problem im Griff haben, recken wir uns wieder nach den Planeten. Per aspera ad astra, sagten die Römer – die Wege zu den Sternen sind rauh. Und sie verlaufen zuerst einmal auf der Erdoberfläche.

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